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Bilanz nach 2 Jahren Windsurf-Foil

Vor 2 Jahren war ich das erste Mal mit einem Windsurf-Foil auf dem Wasser. Als beruflich engagierter Hobbysurfer hatte ich seither in den Ferien und an Wochenenden 26 Foil-Sessions. Der Frage was hat sich in dieser Zeit alles verändert hat, will ich in diesem Artikel nachgehen?

Die grundlegendsten Änderungen liegen sicher beim Material, aber auch in meinen Glaubenssätzen und Vorstellungen.
RRD WH Alu 85

Beginnen wir beim Material:

Angefangen habe ich mit einem normalen Fanatic Gecko 133 und dem RRD WH Alu Foil mit Powerbox-Adapter. Zu dieser Zeit das einzige Foil, dass mit einer normalen Powerbox kompatibel war. Um es vorneweg zu nehmen die Box hat, wie mir von einem namhaften Shaper versprochen, gehalten «O-Ton: Solange du keine Fehler machst, passiert der Box nichts». Mit Fehler meinte er, an den Strand auffahren, mit Treibholz kollidieren oder der wohl häufigste von allen Fehlern, Handlingfehler an Land. Das habe ich in dem Jahr, in welchem ich mit dieser Combo unterwegs war geschafft.


Nicht gehalten hat dann letztendlich die Verbindung von der Foilplatte zum Powerbox-Adapter. Die M6-Edelstahlschraube hat dem Alugewinde im Powerbox-Adapter den Garaus gemacht und dieses nach einiger Zeit an der Schraube aufgedreht ans Tageslicht befördert. Somit hatte der Powerbox-Adapter Totalschaden, Ersatz war nicht aufzutreiben.


Dies war dann Anlass auf ein anderes Brett zu wechseln. Da im Juli 2019, lange vor Corona, bereits erhebliche Lieferengpässe bestanden, hatte ich kurzfristig die Auswahl zwischen einem Fanatic Gecko Foil Edition und einem Fanatic Gecko Foil Edition. Also entschied ich mich für letzteren und konnte so zumindest das RRD WH Alu Foil mit dem wohlweislich mitgekauften Deep-Tuttle-Box-Adapter weiterverwenden. Hätte ich die Wahl gehabt, hätte ich bereits zu diesem Zeitpunkt auf ein reines Foilbrett gewechselt.

Es wäre wesentlich einfacher zu beschreiben was sich nicht verändert hat, dann könne ich einfach antworten: «Die Faszination für das lautlose übers Wasser schweben».

Auch die Segelpalette habe ich zwischenzeitlich angepasst und heute ist mein grösstes Segel das Duotone F-Type 6.8 für Leichtwind. Grösstenteils bin ich aber mit dem 6.0er oder dem 5.3er Firelight von Hot Sails Maui unterwegs, bei Hack auch mit dem 4.7er.

Slingshot Hover Glide FWind V3

Beim Foil habe ich diesen Frühling auf das Slingshot Hover Glide FWind V3 gewechselt. Dieses ist wesentlich einfacher und komfortabler zu fahren und bietet sowohl um die Längs- wie auch um die Querachse massiv mehr Stabilität. Zudem ist der Take-off mit dem Invinity 76 Frontflügel viel einfacher und bei weniger Wind möglich. Kurz, meine Fortschrittskurve zeigt mit diesem Flügel steil nach oben. Eigentlich war ich im Glauben, dass es dies materialtechnisch nun gewesen ist, zumindest für den Moment. Jedoch hat mein Fanatic Gecko Foil Edition vor 3 Wochen grossflächig delaminiert und ist somit zum Garantiefall mutiert. Dies veranlasst mich nun definitiv auf auf ein reines Foilbrett, den Fanatic Stingray 125, umzusteigen.


Damit sind wir bei den Glaubenssätzen und Vorstellungen angekommen:

Vor zwei Jahren bei meinem Einstieg ins Foilen war es mir wichtig, dass ich mich frei zwischen Windsurfen mit Finne und Windsurfen mit dem Foil entscheiden konnte, deshalb entschied ich mich mit dem vorhandenen Fanatic Gecko 133 als Hybrid-Brett einzusteigen. Daran war grundsätzlich nichts falsch, es ging auch darum zu sehen, ob und wieviel Spass ich am foilen habe. Allerdings hat sich bald herausgestellt, dass ich zwischen 7 bis 18 Knoten nur noch mit dem Foil unterwegs bin. Da mein grösstes Segel zum Windsurfen mit Finne nun das 6.0er Hot Sails Maui Firelight ist, macht das auch Sinn. Allerdings gilt es zu beachten, dass wenn ich ab 19 Knoten mit Finne Windsurfen will, der 133 Liter Gecko zu gross ist und ich dann bereits ein kleineres Brett bevorzuge. Zudem muss ich umriggen, denn bei 18 Knoten bin ich mit dem 4.7er am foilen. Aus meiner Sicht ist das grösste Problem, welches den schnellen Wechsel verhindert, das Fussschlaufensetup. Ich habe bis heute keine Position gefunden, die zum Foilen ideal ist und auch fürs Windsurfen mit Finne halbwegs vernünftig passt und wer bitte schön schraubt während dem die Kollegen die Finne glühen lassen seine Schlaufen um, – ich jedenfalls nicht.

Somit steht für mich, dem Wechsel auf ein reines Foilboard nichts mehr im Weg. Damit ich länger foilen kann habe ich mir zum Slingshot Hover Glide FWind V3 zusätzlich den kleineren Frontflügel Invinity 65 bestellt. Sollte der Wind zulegen, funktioniert das voraussichtlich in einer bestimmten Windrange dann mit dem gleichen Segel, lediglich durch den Wechsel des Frontflügels. Ob ich auch diesmal wieder eines Besseren belehrt werde? Ich werde hier im Starkwind Windsurf-Blog laufend weiter über meine Erfahrungen berichten, also – «stay tuned», am besten als registrierter Benutzer, damit du sicher nichts verpasst!

Ich habe mit Sicherheit Lerngeld bezahlt, habe aber unglaublich viel Spass an der Sache mit dem «lautlosen übers Wasser schweben»!

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